18. Juni 2013

Die Clique | Mary McCarthy

Es gibt so manche Bücher, bei denen weiß ich nicht sofort, ob sie mich fesseln, andere dagegen mag ich nach der ersten Seite nicht mehr aus der Hand legen. "Die Clique" von Mary McCarthy gehört zu der ersten Gruppe, ich musste mich ein wenig einfinden in das Buch und auch in das Thema. Das Buch handelt von acht jungen Frauen in Amerika in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Aber sobald ich mich eingelesen hatte, war ich hin und weg!

"Die Clique" handelt von acht jungen Studentinnen des vornehmen Vassar-College im Bundesstaat New York, die sich 1933, sieben Jahre nach ihrem Abschluss, auf der ersten Hochzeit der Clique wiedertreffen und sich über ihr Leben, ihre Wünsche und Ziele austauschen.
Der Leser erfährt durch diese Gespräche viel aus dem Leben der jungen Frauen. Sechs der Familien der Clique haben zu Zeiten der Wirtschaftskrise ein beträchtliches Vermögen verloren, wodurch die Mädchen ein wahrscheinlich selbstbestimmteres Leben führen konnten als es anders möglich gewesen wäre. Sie sind mehrheitlich liberal, wohnen allein in New York, fechten ihre Kämpfe aus, üben einen Beruf aus, verdienen ihr eigenes Geld und der Leser erfährt so einiges über ihren Umgang mit Sex und Verhütung, über Ansichten der Kindererziehung, des Lebens, der Liebe und der Psychoanalyse. Manchmal sind seltsam anmutende konservative Sichtweisen dabei, die bei solch moderner Lebensweise erstmal nicht erwartet werden, aber auch das gehört dazu und fügt sich ein. Am Ende des Buches sind fast alle verheiratet, eine von ihnen bringt sogar ihre europäische Geliebte mit nach Amerika, das Buch öffnet sich ganz am Rande dem weltpolitischen Geschehen (Hitler, Mussolini, Roosevelt) und alle acht jungen Frauen haben Zugeständnisse machen müssen auf ihrem Weg durch oder für oder in ein selbstbestimmtes Leben.

Ein wirklich lesenswertes Buch, aus dem ich viel mitgenommen habe und das ein tolles Portrait der Zeit und der acht jungen Damen liefert, die nach der Lektüre allesamt noch ein Weilchen in meinem Herzen blieben.


Und Du? Kennst Du Mary McCarthy oder stehst Du nicht auf Bücher dieser Art?

17. Juni 2013

Spargel - oh wie lecker!

Ich steh ja total auf Spargel, ne?! Aber so für mich abends nach der Arbeit käme ich ja nie auf die Idee, noch ein großes Spargelkochgelage anzurichten und so fand sich während des Besuchs meiner Frau Mama hier in der Schweiz vor ein paar Wochen die tolle Gelegenheit, dieses leckere Gemüse wieder einmal zu verköstigen. 

Geht ganz einfach, Kartoffeln wie gewohnt kochen, währenddessen Spargel schälen, in kochendes, gut gesalzenes Wasser geben (ein wenig Zucker und ein Stich Butter gehören auch noch unbedingt ins Wasser) und gar ziehen lassen. Butter im Topf schmelzen und leicht braun werden lassen. Und dann nur noch Kartoffeln und Spargel anrichten, Butter drüber geben, geriebenen Sbrinz sowie etwas Peterli dazu, ein paar Scheiben Bündner Fleisch und fertig ist eine super duper leckere Spargelmahlzeit.

Und was machen wir mit den Resten? Irgendwie bleibt da ja immer was übrig... also gibts am nächsten Tag ne leckere Resteverwertung mit Bratkartoffeln aus den übrigegebliebenen Salzkartoffeln (in der heißen Pfanne braten, nicht zu viel wenden und schütteln und co, sie sollen ja ganz und heile und knusprig werden, kleingeschnittene Zwiebeln dazugeben) und angebratenem Spargel. Dieser kann gerne in der gleichen Pfanne wie die einzige neue Zutat, eine Cervelatwurst, gebraten werden - die Wurst einschneiden und etwas länger als den Spargel braten, der ist ja vom gestrigen Kochen schon gar und muss nur noch erwärmt werden. Und so gibts am zweiten Tag gleich nochmal ein super leckeres Spargelgericht, was diesmal sogar ruckizucki geht - denn im Grunde ist ja alles schon fertig gewesen.


Wir fandens super - wenn ihr auch so auf Spargel steht, probierts aus und lassts Euch schmecken!

Mehr leckeres montags bei Katja und hier bei mir.

15. Juni 2013

Ein Traum von einem Sonnenaufgang ...

... aus dem Zug heraus fotografiert. Verwackelt und wunderschön.
Ich liebe es, morgens auf Schienen aufzuwachen, ganz woanders zu sein und so schön in den Tag zu starten. :))

Mehr Himmelsblicke gibts von mir hier und samstags bei Katja auch hier.

Auf auf in ein sonniges Wochenende!

14. Juni 2013

Jasminduft aus der Vase

Jasminblüten in einer kleinen nordischen Betonvase empfingen mich am letzten Wochenende zuhaus in Norddeutschland. Blümchen sind Lächeln-ins-Gesicht-Zauberer. Und ich find, so könnts immer sein. Also blumig und lächelnd. Und Blümchen sind Seelentröster und Kraftspender. Deshalb schenk ich diese hier Inga. Für ganz viel Mut und Zuversicht! ☼ •••


13. Juni 2013

Auf nach Pompeji an Tag drei in Neapel

Neunundsiebzig nach Christus hat der Vesuv hier nach siebenhundertjährigem Bestehen alles unter sich begraben und so auch konserviert. Die Ausmaße sind unglaublich - am unglaublichsten: wieviel von all dem erhalten geblieben ist. Und die Möglichkeit, sich das Treiben in der Stadt wirklich vorstellen zu können anstatt nur vor einzelnen römischen, griechischen, etruskischen Überbleibsel zu stehen... nein, eine ganze Stadt voll von Geschichte und Kultur gibts hier zu bestaunen. Mit Wohnhäusern, Schwimmbädern, Bars, einem Bordell, Basiliken, Tempeln, Theatern, Plätzen. Statuen, Wandmalereien, Gebrauchsgegenständen, Deckenverzierungen, Straßennamen, Zebrastreifen, alles da. Wirklich ein Erlebnis!




rechts: antiker Zebrastreifen. Unten fuhren die Wagen und floss das Abwasser. Oben spazierten die Menschen. Deswegen die Erhöhung - ebenso waren die Fußgängerwege links und rechts der Straße erhöht. Man stelle sich vor: manchmal reichte selbst dieser etwa vierzig Zentimeter erhöhte Bereich nicht, um trockenen Fußes die Stadt passieren zu können, da Abfall, Abwasser, Unrat und Dreck die Straßen überfluteten.



Meine neue alte Freiluft - Bar in Pompeji. Cool, oder?